Posted by: Herr Schwaner on: 30.10.2007
Wie vorgestern berichtet, ist Arcor als einer der ersten Internet Service Provider (ISP) vom Landgericht Frankfurt am Main dazu angewiesen worden, die Internetsperre gegen Seiten wie youporn.com zu verhängen. Bereits vor mehreren Wochen hatte Arcor dem Begehren der Kirchberg Logistik GmbH nachgegeben und eine Internetsperre gegen mehrere Sexseiten, die gegen das deutsche Gesetz zum Schutz der Jugend verstoßen, verhängt.
Dass sich nun Menschen mit dem Umgehen der Sperre befassen, war von vornherein klar. So zum Beispiel das DSDS-Blog, das recht erfolgreich seinen LeserInnen Tipps an die Hand gibt, wie sie die auflösenden Nameserver von Arcor umgehen, die die Anfragen nach gesperrten Seiten auf den eigenen Localhost zurückverweist und somit nicht auffinden lässt. Dafür bietet das Blog eigens eine Liste mit zugreifbaren Domain-Name-System (kurz DNS) – Servern und somit den Zugriff wieder erlauben. Besonders pikant: Gerade der Domain-Name-Server des Vatikans in Rom funktioniert in dieser Hinsicht perfekt. Wem das zu gotteslästerlich ist, der kann auch die DNS-Server von OpenDNS nutzen, die ihren Nutzen auch dahingehend erfüllen.
Für die unixoiden Endnutzer sei die Bearbeitung der Datei /etc/resolv.conf empfohlen, in der die DNS-Suchpfade als auch die Nameserver-Adressen eingetragen werden. Sinnvoll ist vielleicht noch der Hinweis, dass beim Eintragen von eigenen DNS-Servern (Liste verfügbarer DNS-Adressen hier ») bei Benutzung eines Routers unbedingt die IP-Adress-Zuweisungen nicht über DHCP geschehen sollte, da das DHCP-Script die /etc/resolv.conf wieder mit den providereigenen DNS-Adressen überschreibt.
Also:
[Der Originalbeitrag ist auf 24stunden.de erschienen]
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